Verdener Unternehmer als Gastredner beim Mahl des Handwerks in Bremen

Verden – Für Michael Masemann hat das Handwerk noch goldenen Boden. Dabei ist der erfolgreiche Unternehmer nicht einmal selbst Handwerker. Die Firma Bädertec im Gewerbegebiet am Finkenberg aber ist seit 25 Jahren mit Badsanierungen für die Hotelerie in der ganzen Republik und darüber hinaus unterwegs. „Wir sind in unserer Nische so etwas wie ein Marktführer“, kann Masemann heute selbstbewusst feststellen. Gestern Abend berichtete der Verdener als Gastredner beim 53. Mahl des Handwerks in Bremen von der Erfolgsgeschichte seines Unternehmens und den Bedingungen, unter denen sich das Handwerk künftig behaupten muss. In der Hansestadt sollten genügend Betriebe sein, die etwas über die Entwicklung des Gewerbes zu sagen haben. Deshalb empfindet der Bädertec-Geschäftsführer die Einladung zur Kammer-Veranstaltung auch als Ehre. „Nicht gewollt, aber gekonnt in ein Nischen-Handwerk“ ist sein Impulsvortrag überschrieben.

Dabei werde aber nicht nur sein Konzept für die fristgerechte und gewerkeübergreifende Modernisierung von Hotelbädern allein im Vordergrund stehen. „Wir spüren den Fachkräftemangel und veränderte Anforderungen der jungen Leute an den Arbeitgeber.“ Masemann vergisst denn auch die Rahmenbedingungen nicht, in denen die Betriebe der verschiedenen Gewerke heute wirtschaften müssen. Sein Vortrag gipfele deshalb nicht umsonst in der Forderung, dass die Wertschätzung in der Gesellschaft besser werden müsse, damit sich Schulabgänger künftig für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden. „Alles, nur nicht Handwerk.“ So war Michael Masemann einst selbst ins Berufsleben gestartet. Er war in der Hasseler Bäckerei seiner Eltern aufgewachsen, und die Arbeitsbedingungen hatten ihn abgeschreckt. Er wurde lieber Kaufmann, legte später nebenberuflich auch den Studienabschluss Betriebswirt (VWA) hin und landete schließlich dennoch in einem Handwerksbetrieb. Dass in Hotels der Bedarf an Badsanierungen groß, aber ebenfalls der organisatorische und zeitliche Aufwand von örtlichen Einzelgewerken oft schwierig zu händeln ist, hatte Masemann bei seinem früheren Arbeitgeber, der HW-Metallbau in Thedinghausen, erfahren. Er habe mit Schiffsausstattungen und kompletten Badelementen für Neubauten zu tun gehabt, berichtet er. Als das Unternehmen dann ins Schlingern geraten sei, habe sich der Kaufmann vor 25 Jahren mit einem Handwerker zusammengetan und Bädertec gegründet. Mit Komplettelementen wie früher konnte der heute 57-Jährige nicht arbeiten, die Gastronomie hatte vorgegebene Räume. Komplettlösungen könne man aber auch mit zusammen gestellten Elementen liefern, war seine Idee. Er baute ein Netz von Zulieferern auf, die für spezielle Bedürfnisse fertigen und bot Lösungen an, die von der Planung über Trockenbau, Elektrik und Sanitär alles bieten konnten. Zufriedene Kunden und Hotelgäste bescherten ihm schließlich im vergangenen Jahr den Star Award des Hotelfachmagazins Top Hotel.

Quelle: Kreiszeitung

„Nirgendwo ist das Hotel seinen Gästen so nah wie im Bad", sagt Alexander Rieck. Der Architekt und Forscher plädiert dafür, vor allen digitalen Gadgets den Fokus ganz klar auf Funktionalität und Wertigkeit der Ausstattung zu legen, um dann mit Liebe zum Detail die besonderen Wünsche der Gäste zu erfüllen.

Zukunftsstudien zum Thema Bad zeichnen gern Bilder von digitalisierten, smarten Räumen. Darin enthalten sind intelligente Steuerungssysteme sowie vielfältige Sensoren und Displayflächen. Sie erkennen unterschiedliche Personen, vernetzen Wearables und Smartphones mit Badanwendungen und lassen sich mittels Sprachsteuerung bedienen, während smarte WCs Vitalfunktionen und aktuelle Stoffwechselwerte erfassen.

"Solche Hightech-Bäder sind im Hotel allerdings schon allein wegen des Datenschutzes Einzelfälle", sagt Alexander Rieck, Mitgründer des Büros Lava, Laboratory for Visionary Architecture. Der Architekt forscht außerdem am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart, unter anderem am Projekt "Futurehotel".

"Kaum jemand ist heute ohne Weiteres bereit, sensible persönliche Daten mit einem Hotelnetzwerk zu teilen. Was heute technisch möglich ist, wird eher im Bad zu Hause als im Hotelbad durchgespielt. Dort geht es um viel Grundsätzlicheres.

Hotelbad: Erleben mit allen Sinnen

Im Vergleich zu ihrer Gesamtaufenthaltsdauer sind Gäste meist nur wenige Stunden in ihrem Zimmer und noch viel kürzer im Bad. Da Gäste auf den Zimmern meist nur schlafen, hat die Zeit, die sie im Bad verbringen, jedoch eine größere Bedeutung. "Viel schwerer als die im Bad verbrachte Zeit wiegt aber ohnehin die Tatsache, dass die Menschen im Bad häufig nackt und gewissermaßen ungeschützt sind und dass sie diesen Raum daher intensiv mit allen Sinnen erleben", so Rieck.

Sie fühlen unmittelbar, wie warm die Luft ist, wie viel Wasser mit welcher Temperatur und Geschwindigkeit beim Duschen auf sie herabfällt, ob der Boden nass, trocken, warm oder kalt ist und ob man einen unangenehmen Luftzug wahrnimmt. "Aufgrund dieser Faktoren reagieren die Hotelgäste im Bad auf alles wesentlich sensibler als anderswo im Hotel." Daraus resultiert im Umkehrschluss, dass diese Räume einer besonders sorgfältigen Planung bedürfen, damit sich die Gäste dort wirklich wohlfühlen. Alles andere führt unweigerlich dazu, das Gesamterlebnis im Hotel empfindlich zu beeinträchtigen.

Quelle: Tophotel - People | Business | Trends - Nr.: 4-2020

Aktuell renovieren wir im Hotel Courtyard by Marriott, in Hannover am Maschsee trotz Corona 147 Bäder.

Aufgabe war hier: aus den alten Wannenbädern ein komfortables Duschbad zu machen.
Da Gäste heute kaum noch Wannenbäder nachfragen, sollte der neue Duschbereich möglichst einstiegsfreundlich gestaltet werden.
Wir haben daher die alte Badewanne demontiert und eine neue großformatige, superflache, stahl-emaillierte Duschwanne im XXL-Format 170 x 75 x 3,5 cm, mit Vollantirutsch-Oberfläche von Bette eingebaut.
Die Duschabtrennung ist eine pflegeleichte und benutzerfreundliche feste Seitenwand aus 8 mm EGS-Echtglas (Klarglas), die zum Ein- und Ausstieg nicht bewegt werden muss.
Besonderen Wert hat unser Kunde auf die Verfliesung gelegt, die in einer Feinsteinzeug-Betonoptik eines Italienischen Markenherstellers im Format 60 x 60 cm in nur 8 mm Stärke, für den Wand- und Bodenbreich dem Bad eine moderne Note gibt. Abgerundet wird das Design durch einen weißen Mineralwerkstoff-Waschtisch aus Varicor mit einem Holz-Unterschrank mit weißer HPL-Oberfläche, die beide in Sonderanfertigung speziell für dieses Projekt gefertigt werden, sodass nun auch deutlich mehr Ablagefläche als zuvor vorhanden sein wird.
Die Renovierung der Bäder erfolgt immer etagenweise a` 30 Stück pro Abschnitt, wofür ein Zeitansatz von max. 5 Wochen pro Etage geplant ist.

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